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Archiv für die Kategorie ‘Triviales’

So Tage…

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Es gibt so Tage, da möchte man ‘n Kleinkrieg gegen das Schmarotzertum in seinem Umfeld anzetteln…und dann begreift man, es sind keine Gegner, nur Opfer ihrer Selbstsucht, die man nur sich selbst überlassen braucht!
…und tschüss!

“Mein Lebenslauf” – Ein Beitrag meiner Tochter, den ich hier, für die, die mal schmunzeln möchten kopiert habe. Viel Spaß!

Mein Lebenslauf
21. August 2013 um 12:50
Beim Renovieren hab ich ein längst vergangenes Relikt gefunden, von meinem Großvater geschrieben zu einer Vermählungsfeier, aus dem Jahr 1969. Dieses wollte ich euch nicht vorenthalten mit dem Titel “Mein Lebenslauf”

Als ich vor 55 Jahren geboren wurde, war ich noch sehr jung. Meine Eltern waren gerade auf dem Feld Kartoffeln holen. Es war nicht unser Feld, aber wir holten dort immer unsere Kartoffeln. Mein Vater ist jetzt im Gefängnis wegen seines Glaubens. Er glaubte, er könne die Miete nicht mehr bezahlen. Wir waren zu Hause 20 Geschwister: 10 Jungen, 9 Mädchen und ein Blindgänger. Wir schliefen alle in einem Zimmer mit Gasmaske. Das Handtuch stand gleich hinter der Tür. Da wir nur ein Bett hatten, war es mit dem Schlafen sehr schwierig. Meine Mutter legte erst ein Kind ins Bett und nahm es wieder heraus, nachdem es eingeschlafen war und stellte es an die Wand. Dann kam das nächste dran. Nur mit dem Wecken klappte es nicht so richtig. Ich bin einmal 14 Tage stehen geblieben, ohne daß es jemand merkte. Wir waren eine sehr musikalische Familie. Mein Vater war Pianoträger, meine Mutter nähte auf einer Singer-Nähmaschine. Mein ältester Bruder war Sänger, er sank immer tiefer. Jetzt brummt er schon zwei Jahre.. Am musikalischsten war meine kleine Schwester, sie ging gleich bei der Geburt flöten.. Wir waren auch eine sehr intelligente Familie. Ein Bruder von mir ist auf der Universität. Er steht dort in Spiritus, weil er eine medizinische Besonderheit ist. Ein anderer Bruder war Verwandlungskünstler. Er ging mit einem alten Mantel in ein Cafee´und kam mit einem neuen wieder heraus. Ein anderer war Klempner. Was er bei Tage klempte wurde nachts verlötet. Einer meiner Brüder ist am Strandbad beschäftigt. Er steht dort als Brause, denn er hat einen Wasserkopf. Meine Schwester ist sehr dünne. Sie muß immer zweimal zur Tür hereinkommen, damit man sie einmal sieht. Meine älteste Schwester hat jetzt Zwillinge. Die sehen sich sehr ähnlich, besonders der eine. Wir heißen alle Fritz bis auf Paul, der heißt Emil. Ich bin auch zur Schule gegangen. Ich war der Liebling der Lehrer. Verschiedene Klassen durfte ich zweimal besuchen, während andere Schüler in eine andere Klasse mußten. Einmal wurde ich in der Geschichtsstunde gefragt: Was ist Goethe von Beruf gewesen? Ich sagte: Damenschneider! Der Lehrer fragte, warum. Darauf ich: Als er in Gretchens Zimmer kam, sagte er, hier laßt mich säumen. In der Rechenstunde fragte mich der Lehrer: Wenn Du beim Bäcker 10.-DM, beim Fleischer 20.-DM und beim Kaufmann 40.-DM Schulden hast, wieviel ist das zusammen? Ich antwortete, das weiß ich nicht, denn wenn es soweit ist, ziehen wir immer um. Als ich aus der Schule kam, ging ich zu einem Schmied in die Lehre. Er gab mir einen Hammer und sagte: Wenn ich nicke, schlägst Du zu. Er nickte nie wieder. Dann wurde ich Fotograf. Da kam einer zu mir und fragte mich, ob ich seine Familie vergrößern wolle. Ich antworte ihm, das solle der machen, der damit angefangen hat. Einmal stehe ich vor einem Käseladen, da kommt mein Freund Karl und ruft, Mensch, Walter, bist Du das? Ich sagte: Nein das ist der Käseladen. Wir gingen hinein und fragten die Verkäuferin: Haben Sie Schweizerkäse. Nein. Haben Sie Harzer. Nein. Haben Sie Roquefort. Sie sagte: Denken Sie, ich verkaufe im Hemd? Dann wurde ich Vertreter. Mein Chef war sehr neugierig und fragte: Was sind sie denn früher von Beruf gewesen? Ich antwortete: Ich habe Ölsardinen die Augen zugedrückt, ehe sie in die Büchse kamen. Ihm fiel auf, daß ich eine sehr langsame Aussprache hatte. Er fragte: Können Sie überhaupt irgend etwas schnell machen? Ich antwortete: Oh ja, ich werde sehr schnell müde. Um 8.00 nahm ich mein Frühstück ein. Da kam der Chef und brüllte mich an: hier gibt es kein Frühstück. Das dachte ich mir, darum habe ich mir meins selbst mitgebracht. Dann bin ich zur Oper gegangen. Ich habe im Wildschütz mitgespielt und zwar die Wildsau. Dann kam ich zum Schauspielhaus. Da hatte ich in einem Stück zu sagen: Sie kommen noch nicht. Bei der Generalprobe hatte ich gefehlt. Dann kam die Premiere. Als ich auf die Bühne kam, war in der Mitte ein Kasten, aus dem eine Frau mit Brille heraussah und mir zuflüsterte: sie kommen noch nicht. Da hab ich mir gesagt, na dann eben nicht und bin wieder gegangen. Der Direktor sagte, ich sei unbezahlbar. Ich habe auch kein Geld genommen. Aber er hat mir noch persönlich die Hand gegeben und zwar mitten ins Gesicht. Wenn man nichts kann und nichts weiß, dann bleibt eben nur noch ein Ausweg. So bin ich Polizist geworden. Mein Wachtmeister zeigte mir mein Revier. Dort bis zu dem roten Licht reicht ihr Revier, das müssen Sie abgehen. Und ich bin es abgegangen. Nach 14 Tagen war ich wieder zurück, denn das rote Licht war das Rücklicht eines Transporteurs, er nach Berlin fuhr. Neulich war ich bei einer Familie zu Besuch, die sehr sparsam ist. Nur um einen Hund zu sparen, gehen sie nachts vor das Haus und bellen dort. Wenn sie abends im Bett lesen, machen sie jedesmal beim Umblättern das Licht aus. Gestern war ich zum Mittagessen eingeladen. Wenn die Suppe so warm wie der Wein, der Wein so alt wie die Gans und die Gans so fett wie meine Tischnachbarin gewesen wär, hätte es mir bestimmt gefallen. Bei meiner Tante gab es Ente. Als das Dienstmädchen die Ente in das Zimmer brachte, sagte meine Tante zu ihr: Geben Sie meinem Neffen die Brust! Da ist mir gleich der Appetit vergangen. In einem Warenhaus traf ich Karl und sehe, wie er gerade ein paar Socken in die Tasche steckt. Ich rief: Karl, das kannst Du doch nicht machen. Er meinte: Kannst Du denn nicht lesen. Auf dem Schild steht doch: Mausgraue Socken, solang der Vorrat reicht.
In der letzten Zeit kann ich mich selber nicht mehr leiden. Gestern habe ich mich einfach auf der Straße stehen lassen, und bin alleine weitergegangen. Dann tat ich mir selber leid und wollte mich wieder holen. Als ich mich umsah, war ich nicht mehr da.

Kunst…

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Was ist das? Früher hatte mich diese Frage fast innerlich zerrissen, ich bin in Museen gegangen, hab Galerien regelrecht abgegrast, Kunstgalerien wie gesagt, und hab versucht mir diese Frage zu beantworten. Was ich dort fand, war in meinen Augen zu 80 % Mist, ich war der Meinung ich könnte vieles besser.

Jahrelang verbrauchte ich Kiloweise Farbe und verarbeitete unzählige Materialien zu meiner Kunst. Leinwände, Karton, Spanplatten, Sperrholz, naturgewachsenes Holz, Quarze, Lehm, Ton… Öl-Aquarell-Tempera-Alkydharzlacke-Latex und Selbstgemischtes aus Pigmenten, Leim, Kreide. Schelllack…und es war phänomenal, was ich schaffte, “besser“ als vieles, aus meiner Sicht.
Etliche Zimmer von Leuten aus meinem Bekanntenkreis und der Familie waren geschmückt mit meinen “Meisterwerken“, doch all das machte mich nicht zufrieden. Ich haderte mit der ignoranten Welt, war neidisch auf die, die es aus mir unbegreiflichen Gründen geschafft hatten!

Viel später arbeitete ich für einen Berliner Kunstexperten, der für namhafte Auktionshäuser und Privatklienten in aller Welt Expertisen erstellte (ich tapezierte seine Wohnung) und es entwickelte sich zwischen ihm und mir ein gutes Einvernehmen. Jetzt, als es mir egal war, was die “Welt“ als Kunst ansah, definierte er für mich das große Rätsel meiner Jugend auf seine Weise. Verantwortlich für den Status ist weniger die Leistung des Schaffenden, als das seit dem Mittelalter bis heut verbreitete Mäzenentum. Nur wer einen Gönner fand, konnte seine Werke in die Hallen der Reichen hängen. Das ist heute nicht anders, in schöner Tradition werden “Kunstwerke” limitiert und “gesponsert“. Das alles wird genau wie jede andere Handelsware über die Nachfrage reguliert. Heute weiß ich, es geht nicht um das “besser machen“, Kunst ist nicht das, was irgendwer mühevoll oder durch Talent begünstigt schafft, sondern das, was andere dafür halten.

Für mich spielt das wie gesagt keine Rolle mehr, ab und zu kritzel ich im Minutenaufwand noch irgendetwas, irgendwo hin, als Denkanstoß oder Belustigung. Das alles hat aber keinen Anspruch mehr, weder an Aufwand noch an Kunstfertigkeit.
Nur ab und zu, ganz selten juckt es mir noch in den Fingern, nicht um Künstler zu sein, um darzustellen.

Was ich meiner Mutter nie verzeih und warum ich Leipzig nicht mag…

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All das, was jetzt kommt, ist mit Vorurteilen behaftet und sicher kann Leipzig nichts dafür, aber die Menschen (vor allen ich) sind so gestrickt, dass nichts anderes rauskommen konnte als diese traurige Geschichte.
Meine Eltern lebten in Berlin, meine Mutter war schwanger und mein Vater auf Reisen, Dienstreise, Schulung oder irgend so etwas…irgendwas ist ja immer…also sie kam auf die Idee zu ihrer Schwester nach Leipzig zu reisen, um in „meiner“ Schwangerschaft nicht so allein gelassen zu sein. Soweit geht es mich noch nichts an, aber die Dinge entwickeln sich. Ich wollte nun auf die Welt kommen und so geschah es, dass ich dies fern meiner Heimat in Angriff nahm.
Es ging wohl alles gut, ich habe jedenfalls nichts Gegenteiliges gehört, und so erblickte ich in irgendeinem Leipziger Krankenhaus das Licht der Welt, als einer von zig Millionen Sachsen. Wo das Problem ist, fragt ihr…nirgends, bis hier her war das selbstverständlich, weder für mich greifbar noch von Belang. Als wir das mit der Geburt erledigt hatten, reisten meine Mutter und ich wieder nach Haus nach Berlin.
Ich kann nichts für den Regionaldünkel, der wohl schon seit Jahrhunderten zwischen Sachsen und Preußen herrschte und wohl auch zwischen anderen Regionen, aber ich sollte ihn zu spüren bekommen. Erst einmal ging alles gut, was sich änderte, als ich in die Schule kam. Jeder kleine Wicht musste vor der Klasse seine „Angaben zur Person“ herunterleiern, was ich auch unbedarft und ohne Hintergedanken tat. Und da war es, Sachse, Sachse, tönte es verächtlich aus etlichen Kinderkehlen! Von einer zur anderen Sekunde war ich ein Fremder und was ganz schlimm war ein „Sachse“ in meiner „Heimat“, irgend so etwas wie aussätzig. Gut, ich war damals schon hart im Nehmen, aber dieser Moment grub sich tief in mein Kinderherz ein. Es brachte mir etliche Prügeleien und Häme ein, dass ich am Beginn meines Lebens ein und einen halben Tag mit meiner Mutter im „Feindesland“ verbracht hatte.
Es ist heut noch so, dass sich, danach gefragt, willkürlich eine kleine Pause einstellt, bevor ich auf die Frage nach meinem Geburtsort antworte, selbst wenn ich mich gerade in dieser „unglücksseligen“ Stadt aufhalte, auf für mich fremdem Territorium.
Mein Fazit, Mütter bringt eure Kinder gefälligst zu Hause in eurem Lebensraum zur Welt und an alle „Sachsen“, im Herzen war und bin ich immer „Preuße“! (Merkt ihr wie dieser Dünkel wirkt….)

 

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Wochenende…Partnerwahl?

Solche oder ähnliche Erlebnisse hat wohl jeder irgendwann einmal, nur jeder geht anders damit um. Wovon ich rede, besser schreibe, na diese Date Sache, ihr wisst schon, treffen verabreden, sowas eben. Ich will das noch genauer eingrenzen …Kennenlernen. Tausende ungebundene, gebundene auf Abwegen, aller möglichen Altersstufen und Geschlechts stürzen sich ins Wochenendvergnügen.

Im Allgemeinen ist es in den Clubs oder Diskos laut genug, jede halbwegs verständliche, zusammenhängende Kommunikation zu unterbinden. Deswegen geh ich zum Beispiel lieber in eine Bar oder einen Pub. Aber jeder nach seiner Fasson. Hat man sich erst mal auf den Weg gemacht, folgt man dem genetisch vorgegebenen Muster, „Partnersuche“! Viele werden auf entsprechende Frage antworten nur Spaß haben zu wollen, na ja, das beinhaltet ja auch Spaß mit anderen und Partnerschaft heißt nicht unbedingt bis ans Ende der Zeit. Bei den meisten steht wohl eher kurzweiliges Vergnügen im Vordergrund, so jedenfalls meine Erfahrungen.

Aber kommen wir auf das Kennenlernen zurück. Das jüngere Semester, so es sich im Rudel versammelt hat neigt dazu reichlich dem Alkohol zu zusprechen und ist offensichtlich mehr am internen Gruppengeschehen interessiert und verliert nach und nach sowieso das externe Geschehen aus den Augen. Diese Horden kommen zusammen und schleichen sich zumeist gemeinsam, welche Verknüpfungen innerhalb dieses Klüngels stattgefunden haben ist schwer zu erkennen, da sie Schwierigkeiten haben sich selbst untereinander auseinander zu halten. Dann gibt es da die “Doppler”, zwei Frauen, Damen, Mädchen. Eine passabel bis hübsch, die andere weniger attraktiv, die gute „Freundin“, die als Unterhaltung und abstechender Gegensatz fungiert. Das Augenmerk fällt so automatisch auf die Erstere, hat aber einen Haken, was mit dem Anhängsel anstellen, wenn einer angebissen hat. Hab da schon unschöne Szenen erlebt. Und nicht zuletzt die Singlefrau, die nicht unbedingt Single sein muss. Sie sitzt, oder positioniert sich ostentativ im Raum, nippt an ihrem Cocktail und scheint völlig uninteressiert, am sie umgebenen Geschehen, was natürlich ein Trugschluss währe, sollte das tatsächlich jemand annehmen. Ihr scheinbares Desinteresse dient der Abschreckung unerwünschter Annäherungen und wird sofort aufgegeben, hat sie einen Kandidaten, der ihr genehm ist, ins Auge gefasst. Dann werden alle weiblichen Register ausgeschöpft, so dass dem „Opfer“ selten eine Chance bleibt sich zu entziehen, was eigentlich ja auch nicht Sinn der Sache ist. Die Herren, ob im Rudel oder allein, sind in solcher Umgebung durch soziale und genetische Fixierung immer auf der „Jagd“, mehr oder weniger erfolgreich entsprechend ihrem Vermögen, charismatisch oder auch ökonomischer Natur. Ehrlich gesagt, kann ich zu Strategien oder Erfolgsstatistiken nicht viel sagen, weil ich nie eine Strategie hatte und Erfolg, ist relativ. Ich musste mich nie sonderlich bemühen, meistens war ich „Opfer“ was wohl daran liegt, dass ich eventuell so etwas wie das „Korn“ bin, das eben so mal gefunden wird. Das alles hat natürlich keine Allgemeingültigkeit, nur aus Mannes Sicht und obendrein der eigenen Erfahrung entsprungen. Eines währe noch zu erwähnen, in meinem einst großen Bekanntenkreis gibt oder gab es kein Paar, das sich auf diesem Wochenendkarussell kennengelernt, geschweige denn eine Lebensbasis gegründet hat. Es gibt da sicher auch andere Erfahrungen, das sind aber nicht die meinen.

M.G.

Ostern…was ich dazu zu sagen hab…

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Ostern
Viel Brimborium wird um die Osterzeit veranstaltet. Da werden Eier bemalt, Süßigkeiten versteckt, getrunken und gegessen und nicht selten selbst der Hase verzehrt. Nester, gebastelt in allen möglichen Variationen, werden an allen möglichen und unmöglichen Stellen in Wohnungen und Gärten verteilt. Wer eine Wiese oder den Wald in der Nähe hat, nutzt auch diese Möglichkeiten Verstecke zu finden, die dann mitunter nicht wiedergefunden werden und irgendwann einem zufälligen Spaziergänger eine Überraschung bereiten. Die christliche Ostergeschichte kennt ja nun jeder, Konfession oder nicht. Nun gibt es da allerdings dieses oder jenes, was mit dieser Geschichte nicht ganz zusammen geht.

Was hat der Hase mit der Auferstehung zu tun, das Osterwasser (auch als Taufwasser genutzt) und die Süßigkeiten sind ebenfalls Utensilien, die ich nicht gerade in der Kargeschichte platzieren kann.
Die alten Kelten könnten das erklären, Ihre Göttin Eostrae, deren Totemtier der Hase war, wurde in den Tagen des Jahreszeitenumbruchs von Winter zu Frühling ritual gefeiert und geehrt. Die Reste der Vorratshaltung es Winters wurden aus den Verstecken und Lagerstätten ans Licht befördert und in angemessenen Gelagen verzehrt.
Und auch die Osterwassertradition findet hier eine Erklärung. In den österlichen Morgenstunden geschöpftes Wasser wurde magische und mystische Kräfte nachgesagt. Vor allem Frauen schlichen sich in der Frühe zum nahen Fluss oder Brunnen, um sich des kostbaren Nasses zu bemächtigen. Auch später gefertigte Brände (Schnaps) wurden traditionell zu Ostern konsumiert, was sicher die Herren der Schöpfung mit den Gebräuchen versöhnte!

Welchen Schuh man sich auch immer anzieht, Ostern hat für jeden was und so sollten wir es nehmen wie’s uns genehm ist! Ich koch mir erst mal ein paar Frühstückseier und später…na ja, ihr wisst schon, Osterwasser…ist ja Tradition!

Einkaufsbummel…

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…Einkaufsbummel…
So nennt SIE das wohl, wenn sie ihren Gatten zu einer mehrstündigen Einkaufsorgie animieren will, während der jedes „Fähnchen“, alle denkbaren Artikel gedreht, gewendet und anprobiert werden, um dann zumeist wieder in der Ablage zu landen. Das fordert dem Begleiter unmäßige Geduld ab und ein sanftes Wesen ist in dieser Situation auch nicht wenig gefragt. Bei mir gestaltet sich das etwas anders. Produkt im geistigen Visier, direkt angesteuert und eingesackt! Die einzige Muße, die während eines solchen Unterfangens für mich denkbar wäre, ist ein Kaffeehausbesuch.
Na ja, da sitze ich nun, in einem Cafe inmitten des Einkaufcenters, das ich in der Regel zu diesem Zweck aufsuche. Die Crew kennt mich, das heißt, ich muss nicht bestellen und die Zeitung wird mir unaufgefordert an den Tisch gebracht. Das Geld, passend inklusive Bonus, lege ich an die Tischkante, von wo es die Bedienung diskret einstreicht, wenn sie meinen Milchkaffee bringt. Ein Teil des Cafe’s ist auf die Empore verlagert, so dass der Besucherverkehr an zwei Seiten vorbeiströmt. Wen ich nicht gerade mit der Zeitung oder twittern beschäftigt bin, schlürfe ich meinen Milchkaffee und beobachte die um mich herumwimmelnden Leute. Junge Mädchen, die mit einem Haufen Teilen über der Schulter in einer der Umkleidekabinen des New Yorker verschwinden, ab und zu schrillt dort die Sicherung am Eingang und kleine Leed’s leuchten auf. Hochrote Gesichter und sich überschlagenes Geschnatter ist dann von dort zu vernehmen. Im Taschenladen begutachtet eine Frau akribisch alle Fächer eines Ledermonsters und vom Thai- Restaurant wehen fremdländische Gerüche herüber. Zwei Teenygirls hüpfen aus dem Handystore, pflanzen sich auf ein paar freie Plätze im Caferondell, bis der Kellner sie höflich unter deren lautstarken Protest aus dem Gastbereich komplementiert, sie hatten wohl nicht vor etwas zu bestellen. Im Friseursalon sitzen Girls, Frauen und Damen jeden Couleurs mit Stanniolfolien auf dem Kopf, nippen an Kaffetassen oder Sektgläsern oder dösen vor sich hin. Mein Smartphon zwitschert, ich schau auf das Display und grinse in mich hinein. Der Kaffee ist alle und es ist Zeit nach Hause zu fahren.
Also das nenne ich Bummeln, stressfrei und ohne Druck. Die Bedienung tippt sich an die Stirn, grüßt von weitem als ich aufstehe und gehe. Ich grüße auf gleiche Art zurück, bis zum nächsten Mal…

Winterfreuden?

 

 

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Es freun sich auf den Winter, alle Kinder, alle Kinder und auch
die großen Leut freun sich wenn es schneit…
Soweit das Kinderlied, aber ist es wirklich das, was unsere Stimmung
wiedergibt? Mal abgesehen von Profisportlern und Urlaubern, die je
nach persönlich erarbeiteter Virtuosität die Wetter bedingten
Möglichkeiten nutzen, auf Schanze Abfahrt und Idiotenhügel, glaube ich
eher nicht. Das entnehme ich zumindest dem allgemeinen “Volksgebrabbel”,
das in meinen Ohren klingt, bzw meinen Augen, die außer den öffentlichen
Medien, auch über Twitter oder facebook einen allgemeinen Tenor
wahrnehmen.
Angefangen von “Arsch kalt, bis “Zum Glück gibt’s noch andere
Jahreszeiten”, lässt man sich ausgiebig über den Wetterstatus aus.
Und auch im täglichen Alltag ist es so, dass die Freude über den Schnee
dem dringlichem Bemühen weicht, die wunderbare Pracht aus unserem
Lebensraum zu beseitigen. Vor den Häusern schippen die Leute den Schnee
von den Bürgersteigen, Räumfahrzeuge sind eifrig bemüht die Straßen frei
zu schieben und überall wird über nasse Schuhe und Hosenbeine gemeckert.
Jedes Jahr sammle ich tote erfrorene Vögel in meinem Garten aus dem
Schnee, Ambulanzen haben Hochsaison und die KFZ Werkstätten können sich
des Andrangs kaum erwehren. Busse und Bahnen stellen Verspätungsrekorde
auf und die früh einsetzende Dunkelheit geht den Menschen aufs Gemüt.
Freuen sich nun wirklich alle Kinder, länger als die kurzweilige
Schneeballschlacht anhält? Und die großen Leut, abgesehen von Heiz- und
Reparaturkosten, vertaner Zeit an Haltestellen und auf Bahnhöfen, gibt
es da ja noch die Erkältungen und diverse andere Unannehmlichkeiten!
Bringen wir erst einmal diesen hinter uns, denn der nächste Winter kommt
bestimmt! Einen Lichtblick will ich nicht versäumen zu erwähnen. Eigentlich
hat doch jeder irgendwo ein paar wunderschöne Winterlandschaften, auf
Urlaubsbildern oder Postkarten, die zu diesem oder jenem Anlass betrachtet
werden, vielleicht mit der Bemerkung : “ist doch wunderschön” und da schließt
sich der Kreis! Er hat so seine Momente, der Winter!

Erfahrungen leicht gemacht

Erfahrungen leicht gemacht?

Wenn mich heut jemand fragt, würdest du dieses oder jenes heute anders machen,
kann ich nur sagen, anders? Nein, vielleicht überlegter. Man ist doch immer der,
oder die Selbe und entsprechend den gemachten Erfahrungen wird man seinem Wesen
entsprechend reagieren.
Diese Floskel “hätte ich doch nur” kommt doch immer erst zu tragen, wenn die
“Göre schon am ersaufen ist”. Zu sagen mit meinen heutigen Erfahrungen würde
ich ganz anders reagieren, setzt ja schon einen völlig anderen Werdegang voraus,
es gibt also gar keine sich wiederholende Situation, mit anderen Erfahrungen,
sondern eine Neue, auf die ich aktuell reagiere.
Was ich eigentlich damit sagen will? Wir kommen nicht aus uns heraus! Ich hab
gerade eine Situation am Laufen, wie ich sie früher, zu Hauf schon durchgemacht
habe. Trotz aller Erfahrungen wird sie sich nicht anders entwickeln als ehedem.
Ich bin heut nur in der Lage meine Situation besser einzuschätzen aber werde
entsprechend meines Wesens handeln und agieren. Alles andere wäre ja
Selbstverleugnung. Das Einzige was mich heut von damals unterscheidet, ist, dass
ich sehenden Auges ins Dilemma schreite.
Damals lag diese Erfahrung noch vor mir! Wenn nun jemand sagt, dann lass es doch,
der sagt mir, hör auf zu leben, denn machen wir uns mal nichts vor, ein Quäntchen
Hoffnung glimmt immer in uns.
Auf Herzensangelegenheiten angewendet bedeutet das, dieses Mal die Karre an die
Wand gefahren, aber es ergeben sich auch neue Situationen, denen man sich neu
stellt, anders eben, weil die Situation eine andere ist und nicht mit jener zu
vergleichen.
In diesem Sinne, “Versuch macht kluch”, vielleicht geht’s ja dieses Mal ganz anders aus!

Erinnerung an Weihnachten

Erinnerung an Weihnachten

Wenn ich ehrlich bin, hab ich mit diesem ganzen Rummel schon von klein auf nicht viel am Hut. Herausgeputzt, im kratzigen von meiner Mutter selbstgestrickten Pullover, drückenden Lackschuhen (wo kamen die bloß her) standen wir, meine Geschwister und ich, aufgereiht wie die Orgelpfeifen in der “guten Stube” angespannt wartend herum. Weihnachtsmusik füllte den Raum und die Wartezeit bis zum Verklingen des letzten Tons erhöhte die Peinlichkeit dieses Augenblicks. Das ganze erdrückende Ritual war noch steigerungsfähig. Jetzt steuerten wir auf die noch peinlicheren Momente zu. Ein schritt vortreten, meine Schwester war die erste, die ihr Solo vortragen “durfte”. Sie war offensichtlich begeistert, es sieht in meiner Erinnerung jedenfalls so aus. Sie schmetterte ein paar Strophen eines Weihnachtsliedes in den Ähter und trat wieder zurück in die Reihe. Jetzt war mein Bruder dran, der seinen Vortrag routiniert herunterleierte. Zu guter letzt also ich. Ein Gedicht, irgend so einen Vierzeiler, hatte ich nach vorherigem Drängen meiner Mutter gelernt, das war nicht das Problem. Das groteske dieser Situation hatte mich im Griff. Allein stehend, in einem mucksmäuschen stillem Raum, geschwängert von gespannter Erwartung drängte sich mein “widersprechender Schalk” in die Mundhöhle. Lala, lala, lala! Ende, Verbeugung! der Klaps auf den Hinterkopf war mein Ritterschlag! Was dann folgte, die Feiertage, rundeten die ganze Sache ab. Die Luft brannte regelrecht, ein Funke und alles wäre im Chaos zerbröselt. Meine Eltern waren es nicht gewöhnt 4, 5, Tage lang 24 Stunden umeinander herum zu hüpfen und dann noch drei Kinder rund um die Uhr trug sicher nicht dazu bei, den Stresspegel zu senken. Nach außen sah das alles nach heiler Welt aus, nur eigentlich fungierten wir Kinder irgendwie als Statussymbole. Kein Publikum, kein Interesse! Im Laufe der nächsten Feiertage wuchs die lange Weile in unwirkliche Dimensionen, die Straßen und geheimen Plätze waren vereinsamt, Feiertage wurden mit der Familie verbracht. Diese Tristes wurde nur von widerlichen Wangenzwickereien der aufdringlichen Tanten und dem Vorzeigen unserer wunderbaren Geschenke unterbrochen. also ich war hoch zufrieden wenn diese Tage vorbei waren!
Es ist nicht meine Absicht Weihnachten zu verteufeln, ich persönlich kann nur nicht allzu viel damit anfangen.
M.G.

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