Ein paar Worte über mich…

In der Schule war ich nicht sehr gern gesehen, was mich veranlasste auch des Öfteren mal fern zu bleiben. Man meinte ich sei renitent, ich meinte, mir soll ein Haufen Mist eingebläut werden. Der Kinderpsychiater, zu dem man mich schleppte, meinte ich wäre mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn ausgestattet und sei unterfordert. Er jonglierte mit solchen Begriffen wie hoher IQ und Widerspruchsgeist herum und ersparte mir den Rauswurf, nicht die lange Weile! Die Lehre lief ähnlich ab, ich hatte in der Zwischenzeit mein Elternhaus verlassen, ich war 16 Jahre alt und tingelte mit einer Band und ein paar älteren Kumpeln durch das uns einschließende Land (DDR). Dann, 2 Monate vor der Gesellenprüfung wurde ich nun doch gefeuert, wegen inakzeptablen aufeinanderfolgenden Fehlzeiten. Das war zur Zeit des „Prager Frühlings“, den ein paar Freunde und ich illegal in Bratislava „genossen“ wo man uns nicht haben wollte und Heim schickte. Heim, war in diesem Fall ein Keller, in der Berliner Magdalenenstraße (MfS), wo wir die Zeit verbrachten, die mir in der Berufsschule fehlte.
Das hatte wiederum zu Folge, dass man mich auch bei den bewaffneten Streitkräften nicht haben wollte, Sie nannten das „unwürdig“ ich hab es mit Würde getragen! Es war klar, mein Staat und ich mochten uns nicht und so isolierte man mich wegen subversivem Verhalten, Rädelsführertum und Bandenbildung für knapp viereinhalb Jahre, von der bedrohten Gesellschaft. Meinen Freunden wollte man das Vergessen leichter machen und meinem schlechten Einfluss entziehen, also verbannte man mich für drei Jahre im Anschluss aus Berlin, das nannte man Aufenthaltsbeschränkung für Berlin und angrenzende Bezirke. Bei Zuwiderhandlung wurde die erneute Inhaftierung angedroht.
Alles hat einmal ein Ende und so auch meine Verbannung. Wieder in Berlin, stand ich nun auf der „schwarzen Liste“, was bedeutete, Ich bekam in keinem, der ach so effektiven VEB Arbeit, was mich zwang, mich nach dünn gesäten privaten Firmen Umzusehen. Im Laufe der Zeit arbeitete ich als Maschineneinrichter in einer Stanzerei, Farbmischer in der Plasteverarbeitung, Schornsteinfeger, Dachdecker, Hausmeister, Kraftfahrer, Maler und Lackierer (legte Gesellenprüfung bei der Innung ab), jobbte bei einem selbständigen Grafiker, Gefahrguttransport und Betriebshandwerker. Nicht zu vernachlässigen, meine unvergessene Zeit auf der Baggerstrosse in „Schwarze Pumpe“ im Braunkohletagebau, während meiner Haftzeit.
Nach mehrmaligen Aufforderungen doch das Land zu verlassen, tat ich dies dann auch 1987, was mich wiedermal nötigte ganz von vorn anzufangen. Hier, in dem anderen Deutschland legte ich bei der Malerinnung noch einmal eine externe Gesellenprüfung ab, zwecks Qualifikationsbestätigung (Ich hatte keine Unterlagen) und arbeitete mit einer 2 jährigen Unterbrechung , in der ich als Dispatcher- Hafenmeister bei KSB Kalk/ Sandsteine Giffhorn/Braunschweig angestellt war, bis zu meinem, aus gesundheitlichen Gründen Ausscheiden aus dem Berufsleben, als Baustellenleiter (Polier) in einer der großen Berliner Malerfirmen. Zwischenzeitlich setzte ich mich immer wieder einmal hin und schrieb Kurzgeschichten, Romane (einer Verlegt) deren Manuskripte sich in einer Ecke des Hauses stapeln, malte Bilder in Öl, Aquarell oder Bleistift und kritzelte Verse und Sprüche auf das Papier, wie sie mir gerade in den Sinn kamen.

Ich habe hier in voller Absicht keine Angehörigen oder Bekannte ge-bzw benannt und werde das auch in Folge nicht tun, da in diesem Blog vorwiegend realistische Begebenheiten dargestellt werden und deren Schutz der Persönlichkeitsrechte somit nicht gefährdet ist.

2013-02-02 19.31.24

  1. 4. Januar 2015, 03:48 | #1

    more:

  2. 24. Dezember 2014, 16:28 | #2

    If you wrote an article about life we’d all reach entmhglenient.

  3. 29. November 2014, 16:54 | #3

    I respect your work.

  4. 19. November 2014, 10:08 | #4

    The youre really talented .

  1. Bisher keine Trackbacks

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