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In den Sand gesetzt…vertwittert

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Manche Situationen sind schwer zu ertragen und dennoch muss man sich damit abfinden. Ein wenig
kompliziert ist es schon, deshalb tu ich mich auch etwas schwer, den richtigen Einstieg zu
finden. Wenn ich darüber nachdenke trällert immer wieder dieser Song von “Wolfsheim / …kein
Weg zurück” in meinem Kopf, der mich passend zum Thema in eine, ich sag mal, angesäuerte Stimmung versetzt. Ich bin sauer, vorrangig auf mich, aber irgendwie auch auf sie.Genug der Vorrede, ich sollte zu Sache kommen. Von diesen sozialen Netzwerken wie “fb oder Twitter“ hat ja schon jeder,
ob positiv oder negativ belastet, gehört. Tummelplätze der Kommunikation und auch Medien sinnfreier Selbstdarstellung, wie auch immer millionenfach genutzt. Man schaut sich Bilder an, liest Kommentare und irgendwann trifft man auf eine Aussage, die einen anspricht. Ich meine jetzt nicht Fotos, die einen “anspringen”, damit geht jeder auf seine individuelle Art um. Die Rede ist von Empathie in der Anonymität auf jemanden zu treffen der einem das Gefühl gibt, verstanden zu werden oder zumindest Interesse für deine Belange signalisiert. Jetzt kann man sich langsam herantastend und auslotend einander nähern und wenn es gut läuft, entwickelt sich so etwas wie eine “Freundschaft”. Nicht zu vergessen, immer noch recht fiktiv und recht fragwürdig, immerhin beruht all diese “Zuneigung“ nicht auf dem was man erlebt und real erfährt, sondern auf Bruchstücken der Selbstdarstellung deines Kommunikationspartners. Trotz dieser unrealistischen Konstellation können so recht enge Beziehungen entstehen. Der Haken einer solchen Beziehung ist der, dass sich ein großer Raum für Spekulationen und Missverständnisse eröffnet. Meine Freundschaft entwickelte sich ziemlich rasant, mit all den Höhen und Tiefen die auch eine reale Freundschaft im Allgemeinen bereit hält, nur irgendwann stößt man auf Widersprüche, Ungereimtheiten, die eingebildet oder tatsächlich existent, Unwohlsein aufkommen lassen. Nun kann man nicht wirklich diskutieren, in Reaktionen oder Mimik lesen, man ist in seiner Gedankenwelt allein gelassen. Auch ist es schwer zu beurteilen welche Priorität dein Kommunikationspartner der Verbindung zumisst, die direkten Kontakte durch die man den Grat einer Vertrautheit ermessen kann sind ausgeklammert. All diese Eckpfeiler sind Phantasiebauten, die auf wackligem Fundament stehen. Das alles spricht dafür, einer solchen Sache von vorn herein keine allzu große Bedeutung beizumessen. Wird man dennoch von seinem Wunschdenken überstimmt, sollte man der Situation Rechnung tragend, genau überlegen was man dem anderen zumutet, der ja in der selben Konstellation festhängt. Nun ja, ich hab mich hinreißen lassen etwas zu Spekulieren, Sätze formuliert, die angriffen, Zweifel formuliert und hätte sie für mich behalten sollen. Es bedurfte nur Bruchteile Zeit, eine unüberwindliche Mauer erstehen zu lassen, die jegliche weitere Kommunikation abschnitt. Es war Fiktion, Phantasie, gebastelte Annäherung, nicht greifbar, nicht real erlebt! Und doch , – ein Schritt zu weit gewagt…ach und könnt ich nur, dieses eine Mal, die Uhren rückwärts drehen….

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